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29. April 2012

Homophobe Äußerungen des Plauener CDU Stadtrates schlichtweg menschenverachtend

Pressemitteilung

+++ nicht der erste homophobe Vorfall in der sächischen CDU +++

Zu den homophoben Äußerungen des Plauener CDU Stadtrates Dieter Blechschmidt erklärt Tilman Loos, Mitglied im Landesvorstand der sächischen LINKEN: "Wer die Liebe zwischen Menschen nur weil sie das gleiche Geschlecht haben als Krankheit tituliert, äußert sich nicht nur intolerant sondern schlichtweg menschenverachtend. Das Blechschmidt die scharfe Kritik an seiner homophoben Äußerung im Nachgang selbst als intolerant bezeichnet hat, stellt die Sache vollends auf den Kopf.", so Tilman Loos.

 

Dass Blechschmidt gleichgeschlechtlich Liebende aufgerufen hat, sich Hilfe zu suchen, kommentiert Loos mit den Worten: "Es sind nicht die Liebenden, die offenkundig Hilfe nötig haben, sondern der von Unkenntnis und Hass getriebene CDU-Politker Blechschmidt. Sollte ihm ein Blick in frei zugängliche Literatur nicht helfen, kann Herr Blechschmidt sich gerne bei den in den kommenden Monaten stattfindenden Veranstaltungen zum Christopher Street Day informieren. Homophobe Äußerungen sollte er dort freilich unterlassen.

 

"Von der sächsischen CDU erwartet Loos indes deutlichere Worte. Deren Generalsekretär, Michael Kretschmer, hatte die Äußerungen seines Parteikollegen als "Einzelmeinung" abgetan. Bereits 2010 hatte Kai Hähner, seines Zeichens Ortsverbandsvorsitzender der CDU in Chemnitz, auf sich aufmerksam gemacht. Dieser hatte in einer E-Mail dieOrganisierenden des Leipziger Christopher Street Days einer "Abnormalität" bezichtigt.

 

"Die sächsische CDU scheint ganz offenkundig ein Problem mit homophoben Lokalpolitikern zu haben. Dazu passt, dass das Problem der Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer Sexualität sich mit keinem Wort im Grundsatzprogramm der CDU wiederfindet. Die sächsische Landesregierung hat in dieser Legislatur nichts zur Gleichstellung der Lebensweisen geleistet und scheint sich mit der strukturellen Ausgrenzung von nicht-Heterosexuellen ganz gut angefreundet zu haben.", kommentiert Loos.

Kategorien: Landesjugend

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