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06. Januar 2017

Merkel von links kritisieren - und nicht der AfD nach dem Mund reden

She did it again. Sahra Wagenknecht hat sich in ihrem Stern-Interview mal wieder von ihrer Schokoladenseite gezeigt. In diesem gibt sie Merkel Mitschuld an dem Anschlag in Berlin und spricht noch so manch' anderen Satz aus, den man nicht von einer LINKEN Spitzenkandidatin erwarten würde.

Bild: pixabay / alsen / CC0 Public Domain

Die Regierung unter Merkel zu kritisieren, dass sie mit ihrem "Wir schaffen das" die Kommunen im Stich gelassen hat; dass sie den Menschen keine Garantie für ihren Lebensstandard ausgesprochen hat, wie sie es bspw. bei der Bankenkrise tat; dass sie weiter das Grundrecht auf Asyl ausgehöhlt hat; dass sie Menschen in sogenannte "sichere" Herkunftsländer abschieben lässt... ist gerechtfertigt; aber Merkel zu "dem Bösen" zu qualifizieren ist nicht nur grober Unfug, sondern spielt letztendlich denen in die Hände, die am lautesten "Merkel muss weg" brüllen. Denn Merkel hat auch, wenn auch nur kurzzeitig, die Grenzen geöffnet, während andere Staaten in Europa ihre schlossen. Dies tat sie trotz massiven Gegenwinds in ihrer eigenen Partei und erntete weltweit Kritik, aber auch viel Lob für diesen humanitären Umgang. Dadurch erfüllte sie, wenn auch nur zeitweise, eine Forderung aus dem Bundestagswahlprogramm der LINKEN von 2013.1

Die Aussage Merkels nach dem Anschlag in Berlin, in einer Gesellschaft „frei, miteinander und offen“ zu leben, kam recht unerwartet, hätten wir sie uns doch eher von einer_m LINKEN Spitzenkandidat_in erhofft. Fraglich ist, warum ausgerechnet die Frau, die angeblich aus der "linkesten LINKEN Ecke" kommt, es nicht schafft, Merkel von links zu kritisieren und sie für die soziale Kälte im Land verantwortlich zu machen.

Und nein, es ist auch kein linker Standpunkt, mehr Grenzkontrollen und Aufstockung der Polizei zu fordern, was angesichts von Frontex und dem Umgang der Polizei zu Silvester in Köln mehr als zynisch ist.

Wenn man nichts Gutes zu sagen hat,vielleicht einfach mal den Mund halten und Torte essen, anstatt sich hinterher zu wundern, dass man eine ins Gesicht bekommt. Wir als Linksjugend Sachsen können und wollen nur Menschen im Wahlkampf unterstützen die auch unsere Positionen vertreten. Dies sehen wir bei mancher Spitzenkandidatin nicht gegeben.

1"Wir fordern offene Grenzen für alle Menschen." Wahlprogramm der LINKEN zur Bundestagswahl 2013, Seite 78 gleft.de/1yz

Kategorien: Landesjugend

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