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		<title>Linksjugend Sachsen: Aktuell</title>
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		<description>Neuigkeiten der linksjugend Sachsen</description>
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			<title>Linksjugend Sachsen: Aktuell</title>
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			<description>Neuigkeiten der linksjugend Sachsen</description>
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		<lastBuildDate>Sat, 18 Feb 2012 19:32:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Am 1. März 2012 - Gutscheinsystem für Asylbewerber_innen abschaffen!</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=310&#38;cHash=df8c831d55a4e3acbe0a5fa5c3b215aa</link>
			<description>Liebe Freund_innen,im Landkreis Leipzig befinden sich zurzeit vier Sammelunterkünfte (Thräna,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Liebe Freund_innen,<br /><br />im Landkreis Leipzig befinden sich zurzeit vier Sammelunterkünfte (Thräna, Bahren, Elbisbach, Hopfgarten), in denen das Gutscheinsystem aktiv ist. D.h. Asylbewerber_innen erhalten Gutscheine statt Bargeld für ausgewählte 'lokale' Supermärkte. Diese Gutscheine werden nur von der Behörde ausgestellt und sind ausschließlich in den von der Behörde ausgewählten Läden einlösbar und dabei auch nur für bestimmte Artikel, die der Staat für notwendig hält: Im wesentlichen Lebensmittel, Kleidung und Hausrat von geringem Anschaffungswert. Viele alltägliche Dinge wie Busfahrkarten, Briefmarken oder ausländische Presse können nicht mit<br />Gutscheinen bezahlt werden, genauso wie alkoholische Getränke, Zigaretten, Medikamente oder auch die für das Asylverfahren und die Sicherung des Aufenthalts von Migrant_innen unverzichtbare Inannspruchnahme von Rechtsanwält_innen. Auch sind die Gutscheine nur regional gültig und verfallen nach einem Monat. Zudem wird überhaupt nur maximal 10% Wechselgeld ausgezahlt. Dieses Gutscheinsystem bedeutet für die Asylbewerber_innen Bevormundung und Demütigung. 
Deshalb möchten wir, die Initiative gegen Isolation (<link http://igi.blogsport.de/ _blank>http://igi.blogsport.de</link>), als ersten Schritt , bis dieses beschissene lebensfeindliche Gutscheinsystem abgeschafft ist, den Asylbewerber_innen helfen ihre Gutscheine in Bargeld umzutauschen, um selbstbestimmt einkaufen zu können.

Dazu müssen Menschen zu den Sammelunterkünfte fahren und mit den &quot;Bewohner_innen&quot; gemeinsam einkaufen gehen. Wir wollen ein kleines Netzwerk gründen um gemeinsam die Fahrtkosten abzudecken, unsere &quot;Einkaufslisten&quot; zusammen zu tun und Aufgabenteilung zu organisieren. 
<br /><b>Wir laden alle Voküs/Veküs, Haus-/Wohngemeinschaft, Einzelperson...usw. die Interesse haben, am 01.03.2012, 19 Uhr, in das Linxxnet (Bornaische Str. 3d) ein, um gemeinsam den Bargeldumtausch für die 4 Sammelunterkünfte im Landkreis Leipzig zu organisieren</b>.<br /><br />Es wäre sehr schön wenn es eine Rückmeldung an InitiativeGegenIsolation@riseup.net geben würde, damit wir sehen können wieviel Interesse besteht.<br /><br />Liebe Grüße,<br />die igi.<br /><br /><b>*Bargeld statt Gutscheine, gleiche Rechte für alle, kein Mensch ist illegal!*</b>
<div><blockquote><h3>Desweiteren sucht der Verein Bon Courage Paten für Flüchtlinge aus dem Landkreis Leipzig. Dazu könnt ihr euch&nbsp;das unten (bei Dateien) bereitgestellte Formular ausdrucken, ausfüllen und eine&nbsp;Spende&nbsp;für&nbsp;Flüchtlinge&nbsp;leisten. &nbsp;&nbsp;</h3></blockquote></div>]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 19:32:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="http://www.linksjugend-sachsen.de/uploads/media/Patenschafterklaerungfuer_Fluechtlinge.pdf" length ="121867" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Petition: Stoppt sexistische Werbung</title>
			<link>http://openpetition.de/petition/online/stoppt-sexistische-werbung-in-leipzig</link>
			<description>Werbung ist ein fixer Bestandteil unseres Alltags. Ob wir sie nun bewusst oder unbewusst beachten,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 17:09:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Club-Testing verdeutlicht alarmierende Ausmaße von Alltagsrassismus in Leipzig – keine Veränderung der Situation in den letzten Jahren</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=307&#38;cHash=ff293700dadf65b2f6217fb0d9ac57a3</link>
			<description>Linksfraktion im Stadtrat richtet Anfrage an Oberbürgermeister und
fordert Stadtverwaltung auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 10.2.2011 stellten das Antidiskriminierungsbüro Sachsen und der&nbsp;StudentInnenrat der Universität Leipzig die Ergebnisse eines im Oktober&nbsp;2011 in Leipzig durchgeführten Club-Testings vor. Mit dieser Methode&nbsp;wurden elf Diskotheken und Clubs auf ihre Einlasspolitik geprüft, indem&nbsp;zuerst Test-Personen mit Migrationshintergrund und dann Test-Personen&nbsp;ohne erkennbaren Migrationshintergrund versuchten Eintritt in die&nbsp;Lokalitäten zu bekommen. Das&nbsp;Ergebnis war ernüchternd: in sechs der elf&nbsp;Clubs und damit mehr als der Hälfte wurde den „nicht-deutschen“ Testern&nbsp;der Eintritt verweigert, während die mehrheitsdeutschen&nbsp;Vergleichspersonen Zugang erhielten.
<br />Dazu Juliane Nagel, Stadträtin in Leipzig:<br /><i>„Die Ergebnisse des Club-Testings sind alarmierend und verdeutlichen,&nbsp;dass es in Leipzig ein Problem mit Alltagsrassismus gibt. Die&nbsp;Einlasspolitik von Diskotheken dürfte dabei „nur“ Ausdruck dessen sein,&nbsp;was MigrantInnen tagtäglich an Diskriminierung erfahren müssen. Viele&nbsp;der Betroffenen haben diese Situation schon längst hingenommen oder&nbsp;trauen sich nicht an die Öffentlichkeit zu gehen.&nbsp;Ich bin dem Antidiskriminierungsbüro und dem StudentInnenrat dankbar,&nbsp;dass sie das Problem sichtbar gemacht haben. Gleichzeitig unterstütze&nbsp;ich den Schritt der Klagen wegen Verstoßes gegen das Allgemeine&nbsp;Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gegen die Clubs, die sich anderen,&nbsp;konstruktiven Problemlösungswegen verschlossen haben. Verbriefte Rechte&nbsp;einzuklagen scheint zudem das einzige Mittel was gegen die rassistische&nbsp;Praxis bleibt. Bei einem ähnlichen Testing im Jahr 2006 musste drei von&nbsp;vier Clubs eine rassistische Einlasspolitik bescheint werden. Geändert&nbsp;hat sich auch fünf Jahre danach nichts, außer dass es mit dem AGG nun&nbsp;ein Mittel gibt sich gegen Benachteiligung u.a. wegen seiner ethnischen&nbsp;Herkunft zu wehren.“</i>
<br />Doch es geht schlussendlich nicht darum Prozesse zu führen und&nbsp;Schadensersatz einzuklagen. Vielmehr muss es um einen nachhaltigen&nbsp;Wandel der Alltagskultur gehen.&nbsp;Die von ADB und Stura vorgeschlagenen „Fünf Schritte für einen&nbsp;diskriminierungsfreien Einlass in Leipziger Clubs und Diskotheken“ sind&nbsp;ein entsprechender Vorschlag für den Bereich Diskotheken und Clubs und&nbsp;entsprechen den Zielen der vom Stadtrat beschlossenen Kommunalen&nbsp;Gesamtstrategie für Demokratie und Vielfalt.&nbsp;
<i>„Auch die Stadt Leipzig muss Verantwortung dafür übernehmen, dass in&nbsp;Leipzig lebende Menschen mit Migrationshintergrund hier leben können&nbsp;ohne Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt zu sein.&nbsp;Mit einer Anfrage an den Oberbürgermeister wird meine Fraktion das Thema&nbsp;der rassistischen Einlasskontrollen im Stadtrat zum Thema machen.&nbsp;Bereits 2006 wurde in Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion von der&nbsp;Verwaltung zugesichert, dass mit Diskotheken- und Clubbetreibern&nbsp;Informationsgespräche zum damals neu eingeführten AGG veranstaltet und&nbsp;regelmäßige Kontrollen in den Lokalitäten durchgeführt werden. Diese&nbsp;Maßnahmen haben, so sie überhaupt stattgefunden haben, keine Wirkung&nbsp;gezeitigt.&nbsp;Die Stadtverwaltung muss sich dem Problem annehmen und alle Mittel&nbsp;ausschöpfen um Zuständen, wie sie das aktuelle Club-Testing offenbar&nbsp;gemacht hat, entgegenzuwirken - sowohl ordnungspolitisch, vor allem aber&nbsp;im Hinblick auf die Aufklärung der Betreiber von Veranstaltungsräumen&nbsp;und die Unterstützung von Vereinen, Beratungsstellen und Initiativen,&nbsp;die sich gegen Diskriminierung und Rassismus engagieren.“</i>]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 00:26:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gegen kollektives Gedenken und Opfermythen + Demo/Aktionskarten</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=306&#38;cHash=e056dd18316909d4f7e24806c1b5a66e</link>
			<description>Nun ist es bald soweit. Am Montag den 13. Februar trauern wieder tausende DresdnerInnen kollektiv...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Vergleich, der seines gleichen sucht. Keine andere Stadt hat es geschafft, sich so von einer Täter- in eine Opferrolle zu stilisieren. Begonnen hat dies bereits in der DDR, wo die Bombenangriffe der USA 1945 als imperialistischen Akt und nicht als Befreiung angesehen wurden. Heute sprechen Nazis von Bombenholocaust und die restliche Bevölkerung stellt sich blind, oder um wenigstens etwas zu machen in die Menschenkette. Nur wenige (20.000 von über einer halben Million) stellen sich aktiv gegen die Nazis in den Weg und blockieren sie. Dafür werden sie von der sächs. Staatsregierung denunziert, strafrechtlich verfolgt und mit Nazis verglichen. Das Extremismus-Hufeisen geht wieder um.
Wir haben es satt, dass unsere Kritik an einem kollektiven Gedenken der Bevölkerung störender empfunden wird, als hetzende Nazis. Ein Gedenken, was Täter zu Opfern macht und nicht erkennt, dass die Bombardierung Dresdens auch die Beendigung einer menschenverachtenden Barbarei war. Wir werden deswegen am 13. Februar wieder mit dabei sein, um den Naziaufmarsch zu verhindern und das städtische Gedenken nicht unkommentiert zu lassen!

<h3><strong>13. und 18. Februar Dresden -&nbsp;</strong></h3>
<h3><strong style="font-family: 'Lucida Grande', 'Lucida Sans Unicode', Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; line-height: 19px; text-align: left; background-color: rgb(239, 247, 251); ">EA-Nummer: 0351 899 60 456</strong></h3>

<b>Bus-Anreise/Koordination aus Leipzig </b>
--&gt;&nbsp;<link http://leipzig-nimmt-platz.de/>http://leipzig-nimmt-platz.de/</link>
<b>Bündnis No Pasaran</b> --&gt;&nbsp;<link http://www.no-pasaran.eu/>http://www.no-pasaran.eu/</link>
<b>Demo extrem_ist_in</b> --&gt;&nbsp;<link http://www.left-action.de/antifa/#a>http://www.left-action.de/antifa/#a</link>
<b>Bündnis Dresden Nazifrei</b> --&gt;&nbsp;<link http://www.left-action.de/antifa/#a>http://www.left-action.de/antifa/#a</link>
<b>Mahngang Täterspuren</b> --&gt;&nbsp;<link http://www.dresden-nazifrei.com/images/stories/material/2012/flyer_taeterspuren.pdf>http://www.dresden-nazifrei.com/images/stories/material/2012/flyer_taeterspuren.pdf</link>
<pre style="line-height: 17px; white-space: normal; color: rgb(42, 42, 42); font-size: 14px; "></pre>
<b>Hier die Aktionskarten für den 13. Februar in Dresden:</b>
<pre style="line-height: 17px; white-space: normal; color: rgb(42, 42, 42); font-size: 14px; "><span style="color: rgb(0, 104, 207); cursor: pointer; "><link http://www.dresden-nazifrei.com/images/stories/szenarien/szenario_final_gross.png _blank>http://www.dresden-nazifrei.com/images/stories/szenarien/szenario_final_gross.png</link></span></pre>
<pre style="line-height: 17px; white-space: normal; color: rgb(42, 42, 42); font-size: 14px; "><link http://aktionskarten.noblogs.org/files/2012/02/01-Neustadt-Altstadt.png _blank>http://aktionskarten.noblogs.org/files/2012/02/01-Neustadt-Altstadt.png</link></pre>
<span style="color: rgb(0, 104, 207); cursor: pointer; "><link http://aktionskarten.noblogs.org/files/2012/02/02-S%C3%BCdvorstadt.png _blank>http://aktionskarten.noblogs.org/files/2012/02/02-Südvorstadt.png</link></span>

<h2>Ihr findet außerdem hier unten (bei Dateien) eine Anfrage der Grünen über&nbsp;Gefährdeansprachen und Kontrollbereiche am 13.2.</h2>]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:41:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="http://www.linksjugend-sachsen.de/uploads/media/Anfrage_DD-Gruene.pdf" length ="216236" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Holger Apfel stellt Antifaschistin an den Pranger - Solidarität mit Christin Löchner</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=305&#38;cHash=8fdd22f3385e844b4269fc61ba9900aa</link>
			<description>Pressemitteilung: Nazis machen Terror - Hahn/Gebhardt/Kipping/ Leutert/Lay solidarisch mit C....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Pressemitteilung:&nbsp;</b><b>Nazis machen Terror - Hahn/Gebhardt/Kipping/ Leutert/Lay solidarisch mit C. Löchner</b>
Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des linXXnet, eines von 16 Landes-, Bundes- und Europapolitikern der LINKEN finanzierten projektorientierten politischen Büros im Leipziger Süden, Christin Löchner, wird seit Wochenanfang per Telefon, Mail und brieflich von Nazis mit Mord-, Gewalt- und Vergewaltigungsdrohungen überzogen. Auf dem Anrufbeantworter des Büros wurde sogar von bekennenden Nazis mit einem „Besuch“ mit Kalaschnikows gedroht, deren Magazin im Büro leer geschossen werden solle. Die Polizei ermittelt.

Christin Löchner hatte sich zuvor gegen die Belästigung durch Nazi-Mails durch einen Richard Wilhelm von Neutitschein mit einer polemisch-ironischen Antwortmail zur Wehr gesetzt. Diese Antwort machte NPD-Fraktionschef Holger Apfel zum Gegenstand einer Pressemitteilung, in der er den Verbreiter der Nazi-Propaganda als „Bürger“, der „in einem Rundschreiben an verschiedene Politiker Bürgerrechtsverletzungen in der Bundesrepublik anprangert“, verharmloste. Tatsächlich kämpft der Absender nach eigenem Bekunden für das „Deutsche Reich“ und wettert gegen die „Behörden und Anmaßungen des illegalen, antideutschen und verbrecherischen Betrugsregimes der BRD“. Gleichzeitig stellte Apfel die Verfasserin der Antwortmail an den Pranger der rechten Szene.

<b>Dazu erklären die Vorsitzenden der Fraktion der LINKEN im Sächsischen Landtag und des Landesverbandes der LINKEN in Sachsen, André Hahn und Rico Gebhardt, die Vorsitzende des Bundestags-Sozialausschusses Katja Kipping, der Sprecher der Landesgruppe Sachsen der LINKEN im Deutschen Bundestag, Michael Leutert, und die Bundesgeschäftsführern der LINKEN, Caren Lay:</b>

Wir erklären unsere umfassende Solidarität mit unserer Genossin Christin Löchner. Sowohl durch ihre jahrelange kontinuierliche antifaschistische Arbeit als auch durch ihre Antwort auf die Nazi-Propaganda-Mails eines gewissen Richard Wilhelm von Neutitschein ist sie zur Zielscheibe von Angriffen aus dem rechten Sumpf geworden.&nbsp;Die Mord- und Gewaltdrohungen von radikalen Rechten gegenüber Christin Löchner und ihrem politischen Umfeld beweisen aufs Neue den menschenverachtenden Charakter dieses Denkens. NPD-Chef Apfel reiht sich nahtlos in diese Ideologie ein. Ein Volksverständnis, das von&nbsp;Richard Wilhelm von Neutitschein und von NPD-Funktionären wie Holger Apfel auf die Spitze&nbsp;getrieben wird, erfordert aktiven Einspruch von uns allen. Der antifaschistische Kampf gegen die alten und neuen Nazis, gegen ihr Denken und Handeln, ist eine der wichtigsten Aufgaben für alle Demokratinnen und Demokraten in diesem Land. Deshalb werden wir Christin Löchner mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen und gegen die perfiden Angriffe der Rechten verteidigen. Unsere Solidarität gilt Christin und allen, die täglich mit Nazi-Gewalt und Bedrohungen zu kämpfen haben.]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 14:56:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Start der neuen Kampagne der sächsischen Beratungsinitiativen gegen Rechts</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=304&#38;cHash=74ca30116631a9940523396430b31ebc</link>
			<description>Pressemitteilung: Mit einer gemeinsamen sachsenweiten Postkartenkampagne werden die sächsischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre style="line-height: 17px; white-space: normal; color: rgb(42, 42, 42); font-size: 14px; ">Ziel ist es, die bestehenden Beratungsangebote bekannter zu machen und Menschen zu motivieren, sich bei Problemlagen in Bereichen wie Rassismus, Diskriminierung oder rechtsmotivierte Gewalt professionelle Hilfe zu suchen.<br /><br />Ab kommender Woche werden in ganz Sachsen Postkarten auftauchen, die sicher auf den ersten Blick für Verwirrung sorgen - eine junge Frau mit Schmollmund schaut den Betrachter und die Betrachterin aus blauen Augen an. Doch etwas stört - ein kleines schwarzes Bärtchen verunstaltet das Gesicht. Ein Bärtchen, welches spätestens seit Hitler untragbar ist.<br /><br />Mit dem etwas überzogenen und sarkastischen Kampagnenmotiv, das in Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Agentur Hammergeigerot entstanden ist, wollen die Beratungsvereine Kulturbüro Sachsen e.V. und RAA Sachsen e.V. für Aufmerksamkeit sorgen - und diese schließlich auf ihre Beratungsangebote lenken. Denn noch zu häufig kommt es vor, dass Probleme verschwiegen werden, über die eigentlich offensiv geredet werden müsste.<br />Wer in seinem Freundeskreis, seiner Familie, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft rechtsorientierte Tendenzen als Problem wahrnimmt, weiß oft gar nicht, dass es Beratungsmöglichkeiten zum Umgang damit gibt. Auch Menschen, die von rechtsmotivierter Gewalt betroffen sind, schweigen in manchen Fällen - sei es aus Angst oder Unkenntnis der Möglichkeiten.<br /><br />Das Ziel der Kampagne ist, diese Menschen zum Reden zu motivieren. So lässt sich auch der Aufdruck auf dem T-Shirt der Frau von der Postkarte verstehen: DONT WALK - TALK . Gefragt sind ?Mutbürger_innen?, die überlegt und entschlossen handeln. Diesem Ziel kann näher kommen, wer über alle Aspekte spricht und gut beraten ist.<br /><br />Kulturbüro Sachsen e.V. und RAA Sachsen e.V. bieten seit über 10 Jahren Beratungsleistungen im Spannungsfeld des Rechtsextremismus an. Dabei gelten hohe Standards, um den Beratungssuchenden einen vertrauenswürdigen, geschützten Rahmen anbieten zu können. Auf Wunsch kann eine solche Beratung auch komplett anonym erfolgen.<br /><br />++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++<br /><br />Download Pressefoto:</pre>
<pre style="line-height: 17px; white-space: normal; color: rgb(42, 42, 42); font-size: 14px; "><span style="color: rgb(0, 104, 207); cursor: pointer; "><link http://dl.dropbox.com/u/18614177/Refer/KBS_RAA_Postkarte_final_Front.jpg _blank>http://dl.dropbox.com/u/18614177/Refer/KBS_RAA_Postkarte_final_Front.jpg</link></span><br />Download Postkarte:</pre>
<pre style="line-height: 17px; white-space: normal; color: rgb(42, 42, 42); font-size: 14px; "><span style="color: rgb(0, 104, 207); cursor: pointer; "><link http://dl.dropbox.com/u/18614177/Refer/KBS_RAA_Postkarte_final.pdf _blank>http://dl.dropbox.com/u/18614177/Refer/KBS_RAA_Postkarte_final.pdf</link></span><br /><br />++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++<br /><br />Informationen zu Kulturbüro Sachsen e.V.<br />Das Kulturbüro Sachsen e.V. berät seit 2001 lokale Vereine, Jugendinitiativen, Kirchgemeinden, Netzwerke, Firmen sowie Kommunalpolitik und -verwaltung in Sachsen mit dem Ziel, rechtsextremistischen Strukturen eine aktive demokratische Zivilgesellschaft entgegenzusetzen. Die Projekte des Kulturbüro Sachsen e.V. erarbeiten Methoden und Inhalte, die bürgerschaftliches Engagement und konkretes Handlungswissen gegen Rechtsextremismus stärken und so demokratische Alltagskultur in sächsischen Kommunen und Landkreisen verankern.<br />www.kulturbuero-sachsen.de<br /><br />Informationen zu RAA Sachsen e.V.<br />Die Opferberatung des RAA Sachsen e.V. setzt sich aktiv für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt ein. Um Betroffene schnell und unbürokratisch auch finanziell unterstützen zu können, gibt es einen Hilfefonds. Dieser Fonds finanziert sich ausschließlich über Spenden. Über die Beratung und Betreuung von Betroffenen hinaus sieht die Opferberatung es als ein wesentliches Ziel ihrer Arbeit, innerhalb verschiedener Präventionsangebote für das Auftreten rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt zu sensibilisieren und darüber aufzuklären.<br />www.raa-sachsen.de<br /><br />Agentur:<br />Hammergeigerot<br />Hauboldstr. 33<br />09111 Chemnitz<br />www.hammergeigerot.de<br /><br /><br />Mit freundlichen Grüßen,<br />Kulturbüro Sachsen e.V.<br /><br /><br />Kulturbüro Sachsen e.V.<br />Bautzner Straße 45<br />01099 Dresden<br />Telefon: 0351-563 555 39<br />Fax: 0351-563 40 898<br />presse@kulturbuero-sachsen.de<br />www.kulturbuero-sachsen.de</pre>]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 23:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz mobilisiert nach Dresden. Bustickets erhältlich. Info- &amp; Diskussionsveranstaltung und Aktionstraining in Leipzig</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=303&#38;cHash=897a44514eb68a655941c264fb52fdaf</link>
			<description>Auch in diesem Jahr und Mal wollen Neonazis im Februar in Dresden aufmarschieren und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auch in diesem Jahr und Mal wollen Neonazis im Februar in Dresden&nbsp;aufmarschieren und Geschichte verdrehen. Die Bombardierung der Stadt<br />Dresden durch alliierte Luftstreitkräfte im Jahr 1945 dient ihnen als&nbsp;Projektionsfläche um sich als Opfer des 2. Weltkrieges zu inszenieren.&nbsp;Auch Teile der Stadtgesellschaft und -politik wähnen sich in der&nbsp;Opferrolle und &nbsp;trauern am 13.2. um die „unschuldige Stadt Dresden“, die&nbsp;in ihren Augen vor 67 Jahren vollkommen grundlos zerstört wurde. Dass&nbsp;die Stadt Teil des nationalsozialistischen Regimes und ein wichtiges&nbsp;Rüstungs-, Industrie- und Verkehrszentrum war, bleibt in dieser&nbsp;Perspektive ausgeblendet. Und so werden sich RepräsentantInnen aus&nbsp;Politik und Gesellschaft auch in diesem Jahr wieder auf dem&nbsp;Heidefriedhof einfinden und am Rondell, in dem 14 Gedenkstelen&nbsp;aufgereiht sind, mit denen neben Orten nationalsozialistischer&nbsp;Verbrechen wie Auschwitz, Buchenwald, Warschau oder Coventry auch der&nbsp;Stadt Dresden gedacht wird, Blumen niederlegen. Die von der Stadt&nbsp;Dresden angekündigte „wesentliche inhaltliche Veränderung“ des Gedenkens&nbsp;besteht darin, dass nicht Trauerkränze, sondern weiße Rosen vor &nbsp;dem&nbsp;geschichtsrevisionistischen Gedenkort niedergelegt werden und die&nbsp;Uhrzeit von 11 auf 15 Uhr verlegt wird.
<br />Am 13.2.2012 werden dem wenige Stunden später die Nazis folgen. Das so&nbsp;genannte „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“, das sich vor allem aus&nbsp;dem Spektrum „Freie Kräfte“ speist, ruft für den 13.2. zum&nbsp;Fackel-Trauermarsch auf. Für den 18.2.2012 wird der von der Jungen&nbsp;Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) angemeldete Trauermarsch erwartet, an&nbsp;dem in der Regel verschiedene Spektren der Neonazi-Szene teilnehmen.&nbsp;In den vergangenen beiden Jahren ist mit der Unterstützung von bis zu&nbsp;20.000 Menschen gelungen die zentralen neonazistischen Trauermärsche in&nbsp;Dresden zu verhindern.
<br />Der sächsische Staat reagierte auf diese erfolgreiche antifaschistische&nbsp;und &nbsp;zivilgesellschaftliche Mobilisierung mit krassen Repressionen:&nbsp;begonnen mit der&nbsp;Stürmung des „Haus der Begegnung“ am Tag des 2011er&nbsp;Aufmarsches durch &nbsp;SEK-Einheiten über eine Handy-Daten-Erfassung im&nbsp;großen Stil bis hin zu&nbsp;Razzien, Ermittlungen nach § 129 StGB (Bildung&nbsp;einer kriminellen Vereinigung) und der juristischen Ahndung und&nbsp;Bestrafung von Blockadeaktionen.
<br />Eine landeseigene Extremismusklausel soll darüber hinaus dafür sorgen&nbsp;die Arbeit gegen Neonazismus zu diskreditieren und kritische Initiativen&nbsp;außerhalb des demokratischen Konsens zu stellen.
<br />Wir sind und bleiben kritisch und rufen dazu auf sich auch 2012&nbsp;Naziaufmärschen, Geschichtsrevisionismus und Repression entgegenzustellen.&nbsp;Schließt euch an: gegen jede Relativierung der Geschichte und der&nbsp;deutschen Schuld am Nationalsozialismus. Dafür, dass den Nazis auch im&nbsp;nächsten Jahr kein Fußbreit gewährt wird. Weder die&nbsp;Einschüchterungsversuche, die der sächsische Staat im vergangenen Jahr&nbsp;gegen AntifaschistInnen und zivilgesellschaftliche Akteure gerichtet&nbsp;hat, noch die Diskreditierung von Blockaden gegen Neonazis werden uns&nbsp;davon abhalten.
<br />*Aus Leipzig werden am 18.2.2012 Busse nach Dresden fahren. Tickets für&nbsp;5 Euro gibt es im el libro/ linXXnet, Bornaische Straße 3d, im&nbsp;Campus-Service der Uni Leipzig am Augustusplatz und in der Vleischerei,&nbsp;Zschochersche/ Karl-Heine-Straße. Auch für den 13.2.2012 werden&nbsp;Fahrtmöglichkeiten organisiert.*
<br />*Zur Vorbereitung auf die Aktionen hat das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt&nbsp;Platz zwei Veranstaltungen organisiert:*
<ul><li>01.02.12, 19:00, Leipzig, Hörsaalgebäude der Universität,&nbsp;Universitätsstraße 1, Hörsaal 16 : Infoveranstaltung „Naziaufmarsch,&nbsp;Geschichtsrevisionismus und Repression entgegenstellen“ mit Dresden nazifrei</li></ul>
 <br /> 
<ul><li>08.02.12, 18:00, Leipzig, Cammerspiele Connewitz auf dem Gelände des&nbsp;WERK II, Kochstraße 132: Aktionstraining in Vorbereitung auf&nbsp;Anti-Nazi-Proteste in Dresden</li></ul>

Mobilisierungsmaterial kann im linXXnet in der Bornaischen Str. 3d&nbsp;abgeholt werden.

<link http://www.leipzig-nimmt-platz.de>www.leipzig-nimmt-platz.de</link>
<link http://www.dresden-nazifrei.com>www.dresden-nazifrei.com</link>
<link http://www.dresden-nazifrei.com><br /></link><br />PS:<br />Bereits am 17.2.2012 wird unter dem Motto “extrem_ist_in” in Dresden<br />eine Demonstration gegen das sächsische Demokratieverständnis und die&nbsp;Kriminalisierung von Antifaschismus stattfinden. Start ist 18 Uhr am<br />Gedenkstein für Jorge Gormondai auf dem Albertplatz. Infos in Kürze<br />unter <link http://www.left-action.de/antifa>www.left-action.de/antifa</link>]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 11:43:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wir unterstützen den offenen Brief gegen die Extremismusklausel</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=302&#38;cHash=77b1550da9e83e4c00e2943b74dddcd2</link>
			<description>





Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Stanislaw Tillich,
Sehr geehrter Herr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[





<b>Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Stanislaw Tillich,</b>
<b>Sehr geehrter Herr Staatsminister des Inneren Markus Ulbig,</b>
<b>Sehr geehrte Abgeordnete des sächsischen Landtages,</b>
<b>Sehr geehrte Damen und Herren,</b>
mit diesem Offenen Brief wollen wir, als freiwillig Engagierte der politischen Bildungsarbeit in Sachsen, unseren Unmut und unsere Kritik über die von Ihnen eingeführte „Demokratieerklärung“ im Rahmen des Programms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ ausdrücken. Seit Anfang 2011 gehört es für uns zur traurigen Notwendigkeit, unsere seit Jahren bestehende ehrenamtliche Arbeit für eine demokratische Kultur in Sachsen durch eine Unterschrift zu bestätigen. Diese Praxis verstößt nach unserer Meinung gegen demokratische Grundprinzipien. Wir verstehen sie als eine Missachtung und Nicht-Anerkennung unserer Arbeit in den zahlreichen Projekten, in denen wir uns für eine lebendige Demokratie und gegen menschenverachtendes Denken und Handeln einsetzen.

Wir sind Schüler_innen, Studierende, Auszubildende, Berufstätige, Bewohner_innen und betrachten die politische Bildung einer Gesellschaft als wichtige Voraussetzung für eine funktionierende und lebendige Demokratie. Mit diesem Schreiben stellen wir uns auch gegen den pauschalen Eindruck, junge Menschen unterlägen der Politikverdrossenheit. Wir engagieren uns gern freiwillig und wollen das positive Zusammenleben im Freistaat fördern und insbesondere dabei helfen, Schranken und Ausgrenzung, die zur Diskriminierung von Menschen führen, abzubauen. 
<br /> Diese Arbeit stellt für uns eine Möglichkeit dar, Menschen zu bürgerschaftlichem Engagement zu ermutigen. Wir versuchen, Politik erlebbar zu gestalten, indem wir sie in den öffentlichen Raum tragen und unsere Angebote beispielsweise niedrigschwellig konzipieren. Durch unsere Arbeit informieren wir junge Menschen und Bewohner_innen in Sachsen über globale und historische Probleme. Wir versuchen, diese in Zusammenhang mit der Lebenswelt unserer Teilnehmer_innen zu setzen und sie damit zu verantwortungsvollem Handeln und Nachdenken anzuregen. <br /> Unser Verständnis einer modernen Demokratie ist dabei von der Idee einer eigenständigen und von parteipolitischen Richtungen unabhängig agierenden, aber mit den Institutionen im Dialog stehenden Zivilgesellschaft geprägt.<br /> Derzeit betreiben dutzende Vereine und Initiativen in Sachsen eine vielseitige und wertvolle Arbeit für ein besseres Zusammenleben aller Menschen im Freistaat. Für diese Arbeit braucht es das Vertrauen und einen partnerschaftlichen sowie auf Kooperation setzenden Umgang zwischen den in der Gesellschaft Agierenden und den gesetzgebenden Organen. 
<br /> In den letzten Jahren wurden viele, gut funktionierende Netzwerke aufgebaut, die inzwischen in zahlreichen Regionen des Freistaates eine hochwertige und unverzichtbare Arbeit leisten.<br /> Die Unterschiedlichkeit der Projekte und Bereiche ermöglicht es, Sensibilität in den verschiedensten Zielgruppen zu schaffen. Die Förderung einer solchen Vielfältigkeit hilft dabei, ein Bewusstsein für demokratische Strukturen herzustellen und Bewohner_innen mit einzubeziehen.

In diesem Zusammenhang wollen wir uns deutlich gegen die Anwendung einer so genannten Demokratieerklärung aussprechen. Seit Beginn des Jahres müssen freiwillig Engagierte für den Erhalt einer Aufwandsentschädigung mit einer zusätzlichen Unterschrift versichern, dass sie sich zur “freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik” bekennen und keine Aktivitäten gegen diese entfalten werden. Eine ähnliche Erklärung müssen Projektverantwortliche und Vereine leisten. Wir ziehen daraus den Schluss, dass Menschen, die sich freiwillig in den verschiedenen Bereichen engagieren, somit unter Generalverdacht gestellt werden, mit ihrer Arbeit dem Zusammenleben unserer Gesellschaft zu schaden. Die Einschätzung, welche Aktivitäten verfassungsfeindlich gemäß der Erklärung sind, wird willkürlich und anhand der Erkenntnisse des Verfassungsschutzes getroffen. Unserer Auffassung nach wird somit nicht nur demokratische Vielfalt beschnitten, sondern ebenso eine Loyalität zu staatlichen Organen und dem Extremismus-Denken des Verfassungsschutzes erzwungen. Durch die Verpflichtung zur Unterschrift werden weiterhin Netzwerke und Kontakte, die bislang gut funktionierten, zerstört oder nachhaltig negativ beeinträchtigt. Bereits mit der Einführung der Extremismusklausel Anfang 2011 wurden zahlreiche Vereine, Initiativen und Organisationen genötigt, entweder die Klausel zu unterschreiben oder auf die Projektgelder zu verzichten. In der Konsequenz zogen sich Akteure aus den staatlich gestützten Programmen zurück. Teilweise handelte es sich dabei um Vereine, die sich seit Jahren für eine Stärkung der Demokratie in Sachsen einsetzen. Nicht nur unsere Vorstellungen von Demokratie und Zivilgesellschaft widersprechen der Klausel-Praxis, auch von juristischer Seite erfahren wir in unserer Argumentation Unterstützung. Mehrere Gutachten, sowohl auf Landes- wie auch auf Bundesebene kommen zu der Schlussfolgerung, dass die Praxis der Klausel rechtswidrig und mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren ist. Eine solche Einschätzung traf der juristische Dienst des Sächsischen Landtags am 5. Oktober 2011. In seinem Gutachten heißt es, dass die Demokratieerklärung gegen das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung verstößt, da die Vergabe der Fördergelder an einen faktischen Bekenntniszwang gebunden ist. Die Jurist_innen kommen zu der Einsicht, dass die Klausel in Zusammenhang mit der Vergabe der öffentlichen Fördergelder sogar zum Rückgang des bürgerschaftlichen Engagements führen kann und letztlich dem Bestreben des Programms “Weltoffenes Sachsen”, zur Förderung von Demokratie und Toleranz entgegensteht.

Hinter der Einführung der Klausel zu Beginn diesen Jahres verbirgt sich eine festsitzende Sorge mehrheitlich konservativ-liberaler Politiker_innen, die öffentlichen Gelder aus den Demokratieprogrammen könnten zweckentfremdet und für extremistische Belange missbraucht werden. Ein Blick auf die reale Situation in Sachsen sowie der Bundesrepublik macht jedoch deutlich, dass diese Sorge weder empirisch bestätigt wird, noch dass es andere rationale Erklärungen für diese Praxis gibt. Das zentrale Problem hinter dem politischen Streit um die Klausel ist die Konstruktion eines politischen Extremismus-Modells, ausgehend von den Landesämtern und dem Bundesamt für Verfassungsschutz seit den 1970er Jahren. Hinter diesem Extremismus-Ansatz steht nicht etwa die Sorge um die zahlreichen Betroffenen menschenverachtenden Denkens, sondern vielmehr das politische Kalkül, linke und rechte Einstellungen als Extremismen zu bezeichnen und gleichzusetzen. Diese Sichtweise verkennt jedoch (bewusst), die tatsächliche Bedrohung von menschenverachtenden Denken und Handeln: Die Statistik der Amadeu-Antonio-Stiftung&nbsp;zeigt, dass in den letzten 21 Jahren 182 Menschen in Deutschland von Nazis und Rassist_innen ermordet wurden. Wie im Programm “Weltoffenes Sachsen” aufgeführt, zeigt sich, dass auch im Freistaat Ideologien wie Antisemitismus und Rassismus maßgeblich das friedliche Zusammenleben aller Menschen stören und durch die verschiedenen Projekte und Arbeiten im Rahmen zivilgesellschaftlichen Engagements zurückgedrängt werden müssen. In der Extremismus-Betrachtung werden jedoch oftmals jene Menschen als Extremist_innen bezeichnet, die sich für demokratische Werte engagieren, beispielsweise im Protest gegen Aufmärsche von Neonazis. Das Extremismus-Konzept ist ein politisches Konstrukt und basiert, entgegen den Forschungen zu Rassismus, Antisemitismus und Ungleichwertigkeitsideologien, weder auf einer pädagogischen noch auf einer wissenschaftlichen Basis.

Die erschütternden Bilder und Berichte aus Zwickau im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu der neonazistischen „Zwickauer Zelle“ machen uns einmal mehr deutlich, dass das Zusammenleben aller Menschen durch Rassismus und menschenverachtendes Denken bedroht wird. Schon lange vor dem Bekanntwerden der Mordserie des so genannten „National-Sozialistischen Untergrundes“ (NSU) zeigte sich rechte Gewalt und Menschenverachtung als ein ernstzunehmendes Problem in Sachsen sowie in der übrigen Bundesrepublik. Bei unserer Arbeit treffen wir nur selten auf geschulte Neonazis. Vielmehr begegnen wir Menschen jeden Alters, die sich zwar nicht der rechten Szene zugehörig fühlen, aber dennoch menschenverachtende Einstellungen äußern und weitverbreitete Vorurteile zur Begründung ihrer Einstellung benennen.
<br /> Auch wissenschaftliche Untersuchungen, wie beispielsweise die Längsschnittstudie „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ des IKG Bielefeld, kommen zu dem Ergebnis, dass Menschenverachtung und Ungleichwertigkeitsideologien keineswegs auf eine kleine Gruppe der Bevölkerung reduziert werden dürfen, sondern vielmehr in allen Bereichen der Gesellschaft zu finden sind. Wir sehen in der Arbeit gegen diese Art von Alltagsrassismus und menschenverachtende Ideologien eine entscheidende Aufgabe unserer Tätigkeiten.
<br /> Die Thematisierung und Reflexion dieser sind das wirksamste Mittel gegen brutale, rassistische Gewalttaten wie sie von der “NSU” ausgingen und von anderen Gruppierungen oder Einzelpersonen weiterhin ausgehen.

In Anbetracht der problematischen Verstrickungen des Verfassungsschutzes in den Rechtsterrorismus und der systematischen Verharmlosung neonazistischer Gewalt in den letzten 20 Jahren appellieren wir an Ihren Willen, zivilgesellschaftliches Engagement und Zusammenhalt zu fördern. Wir rufen Sie auf, eine lebhafte und vielfältige demokratische Kultur in Sachsen zu unterstützen.
<br /> Eine Demokratie, wie wir sie uns für dieses Land wünschen, braucht weder das staatliche Misstrauen gegenüber der Zivilgesellschaft und dem bürgerschaftlichen Engagement, das mit der Extremismusklausel herbeigeführt wird, noch helfen uns vereinfachte Konzepte eines politischen Extremismus-Modells bei der Bekämpfung menschenverachtenden Denkens und Handelns.

<b>Wir fordern daher die Abschaffung der so genannten Demokratieerklärung und den Ausbau von Strukturen und Ressourcen, die ein breites zivilgesellschaftliches Engagement für ein würdiges Zusammenleben aller Menschen ermöglichen.</b>

<i>Freiwillig Engagierte in der politischen Bildungsarbeit im Freistaat Sachsen,<br /> Dezember 2011</i>
<b>Den Brief finden Sie auch online unter: <link http://klausel2011.blogsport.eu - - "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://klausel2011.blogsport.eu</link></b>]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 20:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Naziaufmarsch in Magdeburg stoppen!</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=301&#38;cHash=51c01d0e429b19f58dfa7b85438a2db6</link>
			<description>Nicht nur in Dresden wollen Nazis dem Ende des Nationalsozialismus gedenken. Am 14.01.2012...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Gegendemo mit dem Titel &quot;<b>Faschismus heißt Krieg! Den Naziaufmarsch verhindern!</b>&quot; startet 11 Uhr am Hbf.&nbsp;
<link http://entschlossen-handeln.tk/>http://entschlossen-handeln.tk/</link> 

Der Aufruf:
<i>Für den 14. Januar 2012 rufen Nazis der sogenannten „Initiative gegen das Vergessen“, wie schon in den Vorjahren, unter dem Motto „Ehrenhaftes Gedenken statt Anpassung an den Zeitgeist!“ erneut auf, nach Magdeburg zu kommen. Diese Demonstration ist die erste Gelegenheit im neuen Jahr für Nazis aus dem ganzen Bundesgebiet, sich zu treffen und ihre Ideologie zu propagieren. So kamen am 15. Januar 2011 über 1000 Nazis in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, um an dem Aufmarsch teilzunehmen. Thematisch wird dabei versucht, die Bombardierung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg aufzugreifen und durch revisionistische Aussagen den aktuellen Geschichtsdiskurs weiter nach rechts zu lenken, um so aktiv Geschichtsrevisionismus zu betreiben. Die Faschisten knüpfen dabei gezielt durch Symbolik und Parolen an Kontinuitätslinien zum Nationalsozialismus an. Gleichzeitig wird ein Mythos von unschuldigen deutschen Opfern herbeihalluziniert, um die Verbrechen des millionenfachen Massenmords an Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politischen Gegner_innen und allen anderen Menschen, die nicht in das Bild der Faschisten passten, zu relativieren.</i>
<i><br /></i>
<i>Als Anlass für den Aufmarsch dient der Jahrestag (16. Januar 1945) eines Angriffs alliierter Bomberverbände auf die Stadt Magdeburg mit dem Ziel, die Rüstungsproduktion in der Stadt auszuschalten. Magdeburg war eine vom Schwermaschinenbau und anderer, für die Weiterführung des Krieges wichtiger Schlüsselindustrien gekennzeichnete Stadt. So hatten mit dem Krupp – Grusonwerk, der Braunkohle-Benzin AG (BRABAG) und der Junkerswerke drei Großbetriebe dort ihren Standort, die wichtige Aufgaben übernahmen, um den Krieg am laufen zu halten. Um die Produktion in den drei Großbetrieben und unzähligen Kleinbetrieben weiter zu ermöglichen, waren 1943 schon etwa 43000 Zwangsarbeiter_innen in Magdeburg registriert – ein Drittel aller Beschäftigten. Um diese in der Stadt unterzubringen, wurden bis 1944 mehrere Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald und Ravensbrück in Magdeburg errichtet. Dabei ist das Lager in Magdeburg-Rothensee, auch als „BRABAG-Lager“ bezeichnet, in dem etwa 2200 Häftlinge, in der Mehrzahl Juden aus Ungarn, inhaftiert waren und das „Polte-Lager“ in Magdeburg-Stadtfeld, zu nennen. Durch den Einsatz von Zwangsarbeitern und Häftlingen konnten so Firmen wie die „BRABAG“ oder die Polte-Werke, ein bedeutender Hersteller von Großarmaturen, sowie einer der größten Munitionsproduzenten der Welt, die Produktion aufrecht erhalten und riesige Profite erzielen. Durch Terror, Folter, Mangelernährung, maximaler Ausbeutung (mehr als 12-stündige Arbeitszeiten) und Arbeitsunfälle wurde gleichzeitig die Vernichtungskonzeption der Nazis umgesetzt. Nicht anders erging es den Magdeburger_innen, die nicht in das faschistische „Herrenrasse- Bild“ ihrer Mitmenschen passten. Mit den 1935 beschlossenen Nürnberger Rassengesetzen begannen auch die systematischen Verfolgungen der jüdischen Gemeinde, sowie der Sinti und Roma. Nur die wenigsten von Ihnen erlebten das Ende des Krieges. Umso bedeutender ist es, eine antifaschistische Gedenkkultur zu etablieren um einen aufkeimenden geschichtsrevisionistischen Diskurs entgegenzuwirken.</i>
<i><br /></i>
<i>Nach den erfolgreichen Blockaden in Dresden 2010 und 2011 sind die wenigen verbliebenen, regelmäßigen Großveranstaltungen für die Nazis in Deutschland umso wichtiger. Die in vielen Städten stärker werdende Gegenöffentlichkeit, welche Protest durch Blockaden als legitimes Mittel zu Verhinderung der Nazi-Demonstrationen anerkennt und nutzt, erschwert es den Nazis immer häufiger, sich ungestört darzustellen und ihr menschenverachtendes Weltbild auf die Straße zu tragen. Somit erwarten wir für den „Trauermarsch“ in Magdeburg, als einen der letzten Großereignisse für die deutsche „Nazi-Szene“, auch einen nochmaligen Bedeutungsschub und damit auch ein Ansteigen der Teilnehmerzahlen.</i>
<i><br /></i>
<i>Hinzu kommt, dass die Gegenaktivitäten in der Stadt es nicht geschafft haben, den Nazis das Erfolgsgefühl über eine, in ihren Augen gelungene Massenveranstaltung zu nehmen. Grund dafür ist zum einen das polizeiliche Vorgehen und die Kriminalisierung von Antifaschist_innen und zum anderen die inhaltlichen Differenzen zwischen verschiedensten antifaschistischen Gruppen in den letzten Jahren in Magdeburg. Dies sorgte dafür, dass sich nur wenige Menschen an den Aktivitäten gegen den Aufmarsch der Nazis beteiligten. Ebenfalls spielt die sogenannte „Meile der Demokratie“ die seit 2009 vom Magdeburger „Bündnis gegen Rechts“ (BgR) organisiert wird eine Wichtige Rolle an der Nicht-Verhinderung des Aufmarsches. So marschieren an der „Meile“, eine Kundgebung auf der Haupteinkaufsstraße der Stadt, parallel relativ ungestört mehrere hundert Nazis entlang und der Polizei fällt es somit leichter antifaschistisch engagierte Menschen zu kriminalisieren, sollten diese sich außerhalb der vom „BgR“ organisierten „Meile“ bewegen. Somit ist die „Meile der Demokratie“ in Magdeburg das, was die „Menschenkette“ in Dresden war – eine städtische Veranstaltung, die sich nicht mit der Geschichtsverdrehung der Nazis auseinandersetzt, aber antifaschistische Versuche, die Naziaufmärsche zu verhindern, indirekt behindert.</i>
<i><br /></i>
<i>Um in diesem Jahr erfolgreich und entschlossen gegen den Naziaufmarsch vorzugehen, wollen wir an die bisherigen Erfahrungen und Erfolge anknüpfen und umso konsequenter diesen reaktionären Tendenzen entgegenzuwirken. Dabei werden wir, wie schon in den letzten Jahren uns mit einem Polizeiaufgebot konfrontiert sehen, was zum einen die Nazis schützt und zum anderen gegen aktive Linke vorgehen wird. Aus diesem Grund muss es für uns einerseits darum gehen, offensiv Räume zu erkämpfen in denen sich Antifaschist_innen sammeln und gemeinsam agieren können. Andererseits muss neben der Schwächung der Naziszene auf eine Stärkung antifaschistischer und linker Strukturen hingearbeitet werden, um vor Ort langfristig das Zusammenspiel von Nazis, Bullen und etablierter Politik sabotieren zu können. Parallel dazu gilt es natürlich auch, dem medialen und gesellschaftlichen Diskurs über „deutsche Opfer“, eine klare Position entgegenzustellen, welche die tatsächlichen Hintergründe und Schuldigen benennt. Weiterhin sollte die radikale Linke versuchen, solche Momente zu nutzen, um eigene Themen in den Vordergrund zu rücken.</i>
<i>Gehen wir hierfür am 14. Januar 2012 gemeinsam auf die Straße, stehen wir für eine fortschrittliche Gesellschaft ein.</i>
<i><br /></i>
<i>Zusammen handeln – Geschichtsrevisionismus bekämpfen!</i>
<i>Dem Naziaufmarsch offensiv und entschlossen entgegentreten!</i>
<i>Treffpunkt: Hauptbahnhof/ZOB in Magdeburg</i>
<i>10 Uhr – Auftaktkundgebung mit Live-Musik</i>
<i>11 Uhr – Beginn der Demonstration</i>

Außerdem gibt es Aufrufe und Stuff&nbsp;von:&nbsp;
<ul><li><link http://kannsteknicken.blogsport.de/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Nazis? Kannste knicken!</link></li><li><span style="color: rgb(24, 24, 24); font-family: Arial, Tahoma, Helvetica, FreeSans, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 18px; "><span style="font-family: Georgia, 'Times New Roman', serif; "><span style="font-size: small; "><link http://linke-jugend-md.blogspot.com/p/naziaufmarsch-verhindern.html - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Naziaufmarsch in Magdeburg stoppen! </link>von 'solid/sds Magdeburg</span></span></span></li><li><link http://blockierenmd.tk/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Naziaufmarsch verhindern!</link></li></ul>

]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 14:11:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ungehorsam-Kongress Ende Januar in Dresden</title>
			<link>http://www.linksjugend-sachsen.de/index.php?id=39&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=300&#38;cHash=da316d50fd75837be79223512e7b42f4</link>
			<description>Aktionen des zivilen Ungehorsams haben weltweit Konjunktur: in Kairo, Madrid, Athen, New York,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[27. - 29. Januar 2012 /// Dresden /// Technische Universität<br />ZIVILER UNGEHORSAM UND KOLLEKTIVER REGELVERSTOSS --&gt;&nbsp;Eintritt frei!
<pre style="line-height: 17px; white-space: normal; color: rgb(42, 42, 42); font-size: 14px; "><span style="color: rgb(0, 104, 207); cursor: pointer; "><link http://www.ungehorsam-kongress.de/ _blank>http://www.ungehorsam-kongress.de/</link></span></pre>
Gegen die Untätigkeit der Landesregierung ist es in Dresden seit 2010 gelungen durch Massenblockaden den alljährlichen Trauermarsch von Neonazis zu verhindern. In Stuttgart führte ein in der Bevölkerung&nbsp;umstrittenes Bahnbauvorhaben tausende Menschen zusammen. Last but not&nbsp;least wird im Wendland seit 30 Jahren ziviler Ungehorsam geprobt,&nbsp;gegen die Errichtung eines Atommüllendlagers in Gorleben.<br />Trotz der unterschiedlichen zugrundeliegenden lokalen und politischen Konflikte, aus denen heraus Akte des zivilen Ungehorsams entstehen,&nbsp;eint diese Proteste doch eines: Die bewusste kollektive&nbsp;Regelübertretung von Vielen im Sinne eines Wunsches nach politischer&nbsp;Veränderung und dem Recht auf demokratischen Meinungsstreit und&nbsp;<br />Mitbestimmung.

Auf dem Kongress in der TU Dresden wollen wir pünktlich zum&nbsp;Jahrestag der Tahrir-Platzbesetzung in Kairo und, mit Blick auf den Dresdener Nazi-Aufmarsch, zum Gedenktag für die Opfer des&nbsp;Nationalsozialismus auf insgesamt fünf Podien, in zahlreichen&nbsp;Vorträgen, Workshops und World-Cafes Möglichkeiten zum internationalen&nbsp;Austausch und zur Vernetzung bieten.
<br />Zudem wird es viel Platz für kontroverse Debatten und Diskussionen zu&nbsp;Geschichte, Theorie und Perspektiven Zivilen Ungehorsams geben.&nbsp;Wir werden diskutieren, wie kollektive Regelübertritte bei&nbsp;Gipfelmobilisierungen,&nbsp;antirassistischen&nbsp;und&nbsp;queerfeministischen&nbsp;Aktionen, antifaschistischen Aktionen, bei Umweltpolitik und sozialen&nbsp;Protesten Anwendung finden.

Wir werden uns&nbsp;insbesondere am Beispiel von Dresden auch mit den&nbsp;politischen Gegenstrategien von Konservativen in Justiz und Politik&nbsp;beschäftigen. Referent_innen aus über zehn Ländern werden von ihren&nbsp;Erfahrungen bei der Parlamentsbesetzung von Wisconsin, den Protesten&nbsp;auf dem Tahrir Platz, den Anti-Nazi-Protesten in Dresden oder Occupy&nbsp;Wall Street und vielen weiteren Aktionen berichten.
<br />Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!]]></content:encoded>
			<category>Landesjugend</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 23:01:00 +0100</pubDate>
			
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