Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

AKTUELLE TERMINE

Jetzt helfen!

Chemnitz:

goods4refugees.org

 

Dresden:

ichhelfe.jetzt

 

Leipzig:

ankommen.eu

 

 

DIE LINKE.

Jetzt für Stipendium bewerben!

Folge uns auf Facebook

TWITTER

Error occured while retrieving tweets Error(s) in Request: 89: Invalid or expired token.

Drogenpolitik

HUMANITÄT STATT REPRESSION ODER: RAUSCH OHNE REUE

Die derzeitige Situation bei der Therapierung Suchtkranker ist für uns nicht hinnehmbar. Zum einen fehlen Therapieplätze in Fachkliniken, was zu Wartezeiten von bis zu über einem halben Jahr führt, selbst wenn es sich bei den Betroffenen um akute Fälle handelt. Zum anderen mangelt es vor allem in der Suchthilfe an medizinischem Fachpersonal.

Wir kritisieren weiterhin, dass es sich bei der Behandlung von Suchtkranken um standardisierte Maßnahmen handelt. Diese sind zeitlich so kurz bemessen, dass sie Abhängigen ohne fachlich kompetente medizinische und psychologische Begleitung - während und nach dem Entzug - nicht effektiv helfen können. Daher fordern wir: weg von standardisierten Therapiemaßnahmen, hin zu individueller Behandlung von Suchtkranken.

Verbot versus Aufklärung

Bevor es aber zu Suchterkrankungen kommt, ist es wichtig, sinnvolle Präventionsarbeit zu leisten. Zu erklären, wie schlimm und böse Drogen sind, und sie schlichtweg zu verbieten hindert Menschen nicht daran, sich zu berauschen - sei es mit Kaffee, Alkohol, Zigaretten, Cannabis, Pillen usw. Das bedeutet konkret, dass über die Wirkung, Risiken und Zusammensetzung von Substanzen umfassend und ohne Repression informiert werden soll. Um diese Forderung auch umsetzen zu können, ist es zwingend notwendig, Aufklärung ohne Kriminalisierung zu ermöglichen. Dazu braucht es eine gute Durchfinanzierung von Präventionsarbeit und weiter die finanzielle Unterstützung der freien Träger, die sich der Präventionsarbeit widmen, um auch zielgruppenorientiert wirksam arbeiten zu können. Damit freie Träger oder Einzelpersonen qualifiziert handeln können, fordern wir zudem repressionsfreie und kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten zum Umgang mit Substanzen, deren Zusammensetzung, Risiken und Wirkung.

Entkriminalisierung von Konsum und Erwerb

Aufklärung ist gut und schön, aber wie komme ich an die Substanz, die ich möchte, ohne gesundheitliche Schädigungen in Kauf nehmen zu müssen, die durch Beimischen bzw. Strecken entstehen können. Um sicher überprüfen zu können, was tatsächlich Bestandteil der Substanz ist, die ich konsumieren will, fordern wir legales Drugchecking an Konsumorten und/oder in Apotheken. Zwar gibt es bereits die Möglichkeit, als „unbekannt“ deklarierte Substanzen in Apotheken abzugeben und überprüfen zu lassen, allerdings erhält man nur Auskunft über die Zusammensetzung und keinesfalls über Mengenverhältnisse.

Um dem unfreiwilligen Konsumieren von unerwünschten Zusammensetzungen vorzubeugen, fordern wir die Einführung von lizensierten Abgabemodellen und damit in Einklang die langfristige Legalisierung aller Drogen. Wie diese konkret aussehen sollen, möchten wir zur Diskussion stellen. Wir meinen nicht, dass es zukünftig bei Netto gleich neben den Zigaretten Heroin samt Spritzbesteck zu kaufen geben sollte. Aber es wäre durchaus denkbar, beispielsweise in Apotheken Substanzen gegen Rezept zu erhalten.

So wäre auch gewährleistet, dass Personen, die Rauschmittel konsumieren wollen, vorher zum Arzt oder zu einer dafür eingerichteten Stelle mit medizinischem Fachpersonal gehen können, damit gegebenenfalls der Gesundheitszustand überprüft werden kann.

Wir fordern:

  • Lizensierte Abgabemodelle
  • Beratungspflicht seitens lizensierter Ausgabestellen
  • Nutzbarmachung vieler bisher ausgeschlossener Substanzen für medizinische und therapeutische Zwecke
  • Medizinische Abklärung vor Konsum durch medizinisches Fachpersonal
  • Gute Ausfinanzierung von Präventionsarbeit
  • Landesweit Drogenkonsumräume ermöglichen
  • Drugchecking an Konsumorten oder in Apotheken
  • Langfristig die Legalisierung aller Drogen