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Tilman Loos
Schönen guten Tag! Ich bin Til und seit Mitte-Ende 2011 Jugendpolitischer Sprecher der sächsischen LINKEN. Aber wer oder was ist der/die Jugendpolitische_r Sprecher_in, kurz JuPo? Der JuPo wird in einer Einzelwahl vom Landesparteitag der sächsischen Linkspartei gewählt und vorher vom Landesjugendtag nominiert. Simpel gesprochen heißt das nix anderes als: der Jugendverband schlägt der Partei jemanden vor und die Partei darf (aber muss nicht) dem weisen Vorschlag des Jugendverbandes folgen – das hat sie übrigens bisher auch immer getan.
Damit ist freilich noch nichts darüber gesagt, was ein JuPo nun so macht. Der JuPo ist direkt gewähltes Mitglied im Landesvorstand der sächsischen Linkspartei und dort die Vertretung des Jugendverbandes. Umgekehrt findet die Kommunikation natürlich auch statt, d.h. eine weitere Aufgabe ist es, dem Jugendverband über das Geschen im Landesverband der Partei Auskunft zu geben. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Schließlich geht’s eben um mehr als Informationen von A nach B und von B nach A weiterzureichen. Der Jugendverband hat häufig sehr eigene Vorstellungen auch von dem, was in der Partei so vor sich geht und will diese dinge selbstbewusst in die Partei hineintragen. Diese Aufgabe im Landesvorstand zu übernehmen, macht der JuPo. Was genau und konkret ein JuPo dann im Einzelnen macht, hängt natürlich von der jeweiligen Person ab. Ich selbst habe mir beispielsweise vorgenommen, die jeweiligen Vorbereitungen derjenigen Treffen, Veranstaltungen und was-auch-immers zu übernehmen, die in den Grenzbereich zwischen Jugendverband und Partei fallen – also z.B. die Treffen junger Delegierter zum Landesparteitag. Es ließen sich jetzt sich jetzt zwar noch einige weitere Details auflisten, aber ich denke an dieser Stelle ist einigermaßen klar, worum es geht.
Meine Mitgliedschaft im Jugendverband und in DIE LINKE ist noch vergleichsweise frisch. Gegen Ende 2007 bin ich eingetreten und hab seither wenige anstrengende, viele spannende und mehrere schöne Momente und Erlebnisse gehabt. Neben diversen politischen Aktivitäten (auch außerhalb von Partei und Jugendverband) studiere ich an der Uni Leipzig Philosophie, halte andere Formen der Wissenserweiterung allerdings für deutlich angenehmer. Ich bin weder Mitglied einer Strömung in oder im Umfeld der LINKEN noch habe ich sonderlich große Lust, mich als „Reformer“ oder „Fundi“ einsortieren zu lassen. Es haben zwar diejenigen recht, die sagen, es gibt kein richtiges Leben im falschen, doch vergessen gleichzeitig sehr viele von ihnen, dass sich der Grad der Unannehmlichkeit im falschen Leben durchaus steigern oder reduzieren lässt. Nur weil ich also im Gefängnis sitze, ist es mir noch lange nicht egal, was ich zu Essen kriege oder ob ich gefoltert werde oder nicht. Radikale Kritik und Reform müssen aus meiner Sicht zusammen gedacht werden. Sonst siegt auf der einen Seite die Anpassung und auf der anderen die völlige Marginalisierung. Das wär' doch schade drum.








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