Anmeldung für die Gedenkstättenfahrt nach Bergen-Belsen im September

Vom 25.-27. September werden wir eine Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Kriegsgefangenen- und Konzentrationslager Bergen-Belsen veranstalten. Das in Niedersachsen am Rande eines noch heute genutzten Militärübungsplatzes liegende Lager wurde 1939-45 als Kriegsgefangenlager sowie in späteren Kriegsjahren auch als sogenanntes „Aufenthaltslager“ genutzt, diente also für viele hunderttausende Menschen als Zwischenstation in die Vernichtungslager oder in weitere Arbeitslager. Einige der jüdischen Häftlinge wurden als „Tauschware“ festgehalten um gegen sie im Ausland festgehaltene deutsche Zivilist*innen zu handeln. Von den insgesamt 110.000 Inhaftierten starben 52.000, vor allem aufgrund der schlechten Haftbedingungen, zusätzlich zu mindestens 50.000 vor allem sowjetischen Kriegsgefangenen. Viele der Gefangenen starben dabei kurz vor oder auch noch nach der Befreiung durch britische Truppen am 15. April 1945, da Bergen-Belsen als eines der Lager im „Kernreich“ mit am weitesten von der Front entfernt lag und durch Transporte aus frontnahen Lagern völlig überfüllt war. Eines der bekanntesten Opfer war Anne Frank. Nach 1945 wurde Bergen-Belsen zum größten „Displaced Persons“-Camp auf deutschem Boden.

Unser Programm wird noch gemeinsam mit der Gedenkstätte finalisiert, wird dabei aber grob wie folgt aussehen:

  1. Freitagnachmittag: Genereller Überblick über die Gedenkstätte Bergen-Belsen, Führung durch die Stätte und die Dauerausstellung
  2. Samstagvormittag: Homosexuelle Gefangene im Fokus und Thema Homosexualität im NS
  3. Samstagmittag: Optional Besuch des Kriegsgefangenenfriedhofs ODER nochmal Besuch Dauerausstellung
  4. Samstagnachmittag: Besuch der Lagerkommandatur und des Wehrmachtslager, Thema Täterschaft und Verbrechen der Wehrmacht
  5. Sonntag: Perspektiven der Gedenkstättenarbeit

Um die Zeit in der Gedenkstätte bestmöglich zu nutzen wird es außerdem ein verpflichtendes Vorbereitungsseminar am 12. September in Dresden geben. Die Fahrt wird mit Geldern des Rings politischer Jugend organisiert, sodass keinerlei Kosten für euch anfallen. Am Freitag, den 25. September fahren wir bereits VORMITTAGS in Dresden bzw. Leipzig los. Erfahrungsgemäß ist aber eine Schulbefreiung für den Tag möglich.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, die Bewerbungsfrist ist der 30. April 2020, danach erfahrt ihr zeitnah, ob ihr dabei seid.

Eine gemeinsame Veranstaltung des RPJ Sachsen e.V. in Kooperation mit der linksjugend [‘solid] Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Gedenkstättenfahrt findet mit freundlicher Unterstützung des Roten Baum e. V. aus Dresden statt.

 

 

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