Einkommen gerecht verteilen!

Heute verkündete Finanzminister Scholz eine „Task Force gegen Steuergestaltungsmodelle am Kapitalmarkt“ zu gründen (1).
Grundsätzlich ein guter Schritt, welcher nur Jahre zu spät kommt. So drohten z.B. die Verfahren bezüglich des CumEx Skandales zu verjähren, weil es einfach nicht genug Steuerermittler*innen gab. (2)
Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn wir eine Gerechte Verteilung des Einkommens erreichen wollen.
Lohnarbeit ist gewissermaßen ein Zwangsverhältnis, aus dem auszubrechen nur schwer möglich ist. Nur wenigen Menschen ist es vorbehalten Dinge zu tun, die sie wirklich machen möchten und die ihnen Spaß bereiten. – dann allerdings auch im System der kapitalistischen Lohnarbeit. Schaut man* darauf wie sich Arbeit entwickelt hat, so sieht man*, dass sich doch auf den ersten Blick einiges gewandelt hat. Es haben sich Gewerkschaften gebildet, es gibt Urlaub, die Löhne werden ab und zu etwas angehoben, die Arbeiter_innen haben bessere Arbeitsbedingungen und sind versichert. Schön und gut. Alle Anpassungen bisher waren jedoch einfach nur welche, die die kapitalistische Funktionslogik etwas erträglicher erscheinen ließen und lediglich an der Oberfläche kratzen. So eine Art Placebo. Man* kann es sich zwar einreden, aber wirklich besser wird’s nicht. Dadurch wird diese Produktionslogik nur immer weiter reproduziert, Helga regt sich nicht über ihre Arbeit auf, schließlich hat sie jetzt einen Urlaubstag mehr. Dabei bringt Arbeit heute total neue negative Aspekte mit sich. Die Stechuhr hängt zwar nicht mehr im Betrieb, dennoch ist sie nicht verschwunden. Arbeiter_innen müssen flexibel sein, rund um die Uhr erreichbar, müssen Überstunden machen, damit das Projekt noch fertig wird, obwohl das Kind zuhause den 10. Geburtstag feiert. Sowohl psychischer als auch physischer Stress nimmt zu. Wirft man* einen kurzen Blick auf die Wortherkunft des Wortes „Arbeit“ so stößt man* spannenderweise darauf, dass das Wort „arabeit“ im Althochdeutschen, nichts anderes als Mühsal, Not und Bedrängnis hieß. Gut tausend Jahre später kann man* feststellen: Stimmt! Ziel aus Sicht einer progressiven und emanzipatorischen Linken, welche für ein selbstbestimmtes Leben kämpft, muss es also sein, den Menschen aus diesem Zwangsverhältnis zu heben.
Die Demokratisierung von Wirtschaft und Arbeitswelt ist unabdingbar. Die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel und -bedingungen soll nicht in den Händen Einzelner liegen, sondern kollektiv übernommen und gestaltet werden. Konkret fordern wir die Umsetzung und den weiteren Ausbau der Möglichkeiten betrieblicher Mitbestimmung.
Deshalb fordern wir u.a.:

Abstrakt:
§ Das Ende der Lohnarbeit – Ein Ende dem Arbeitszwang
Konkret:
§ Einführung eines existenzsichernden, solidarischen Bedingungslosen Grundeinkommens
§ Weg von der 40-Stunden-Woche
§ Progressive Besteuerung aller privaten Einkommensarten und Erhöhung der Spitzensteuersätze, Wiedereinführung der Vermögenssteuer
§ Einführung von zwangsfreien Teilzeitmodellen mit entsprechendem Lohnausgleich

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