Ländlicher Raum

Aus dem ländlichen Raum kein Tal der Ahnungslosen machen!

Die Digitalisierung ist auch und gerade auf dem Land ein wichtiges Thema.
Sollte sie nicht bald Fahrt aufnehmen, droht Ungemach: die Menschen auf dem Land werden noch weiter abgehängt. Stattdessen muss es auch in weniger urbanen Gebieten ein Recht auf schnelles Internet geben. Zumal dies dringender denn je etwa in Schulen oder Gemeindezentren benötigt wird. Mit einer qualifizierten digitalen Infrastruktur ließen sich in den Bereichen Bildung, Verwaltung, Landwirtschaft und anderen mehr, viele Vereinfachungen ermöglichen.
Möchte man* etwa mit Bus oder Zug fahren, um die Umwelt zu schonen, ist ein Fahrplan vonnöten. Wenn der analoge nicht aktualisiert wird und auch die Internetsuche aufgrund der miserablen Netzabdeckung fehlschlägt, wird jede*r zweimal überlegen, mit dem ÖPNV zu fahren. Die Alternative heißt Auto und damit Klimaschaden und schlechte Laune. Aus dieser Reihe existieren zahlreiche Beispiele. An deren Ende stehen dann Probleme wie Perspektivlosigkeit, Landflucht, Umweltschäden oder ein sinkendes Bildungsniveau, für welche die Digitalisierung des ländlichen Raums ein Lösungsbaustein ist.

Aufwachsen aufm Land ist beschissen – oder?

Als jugendliche Person im ländlichen Raum aufzuwachsen, bedeutet häufig ein eingeschränktes Angebot an Freizeitaktivitäten zur Verfügung zu haben. Meistens ist es nur der heimische Kreisligaverein und wenn man* andere Interessen als Fußball hat, erwartet eine*n das große Nichts. Andere Optionen zur sinnvollen Gestaltung der freien Zeit finden sich oft erst in der nächstgrößeren Stadt, welche meist nur schlecht zu erreichen ist.
Auch anderer soziokulturelle Stätten, wie (Jugend-)Clubs, welche vor allem für linke Personen Treffpunkt und Schutzraum sein können und auch ein politisches Arbeiten ermöglichen sollen, sind Mangelware.
Daher fordert die Linksjugend [‘solid] Sachsen, dass vor allem im flachen Land mehr offene Räume her müssen, die als Jugendclubs, -treffpunkte und Konzerträume genutzt werden können.
Ebenso treten wir für die Förderung von Sportvereinen und kulturellen Institutionen ein, die jungen Menschen auf dem Land die Möglichkeit bieten sich einzubringen und ein Leben außerhalb des Schulalltages gewährleisten, ohne ständig in eine andere Stadt fahren zu müssen.

Jedem Dorf seine Schule!

Im ländlichen Raum werden immer mehr Schulen geschlossen – zum Nachteil der Schüler*innen und ihrer Eltern. Schulwege werden dadurch verlängert, Freundschaften getrennt und Stress wird aufgebaut.
Es darf nicht sein, dass ewige Fahrten mit dem ÖPNV nötig sind, um Bildung zu erhalten. Um das zu verhindern, fordern wir, dass geschlossene Schulen reaktiviert werden. Insbesondere wollen wir, dass dort Gemeinschaftsschulen etabliert werden.

Wir fordern:

  • Ausbau ÖPNV
    • Ausbau Bandbreite
    • Förderung der Freiräume für Jugendliche. z.B. Jugendclubs und Soziokulturelle Zentren
    • in jedem Dorf eine Schule zu haben