Ich habe heute leider keine Akte für dich. – Die Linksjugend Sachsen verurteilt die Nicht-Herausgabe der VS-Akten im Mordfall Lübcke

Es mutet schon fast grotesk an, was sich da gerade bei den hessischen Nachbar*innen bezüglich der Aufklärung des rechtsradikal motivierten Tötungsdeliktes an Regierungspräsident Walther Lübke abspielt. Der den Behörden viele Jahre als aktiver Nazi bekannte Stephan E. füllt einige Regalmeter im Archiv der dortigen Ämter. Herausrücken wollen die Zuständigen diese aber nicht und aus dem Computer-Informationssystem sind sie schon lange gelöscht. Trotz zweier von der Fraktion DIE LINKE. beantragter Sondersitzungen im hessischen Landtag tut sich in der Sache gar nichts.
Dazu meint Anna Gorskih, Landtagskandidatin und zuständig für den Bereich Antifaschismus bei der linksjugend [’solid] „Nur Dank des Löschmoratoriums von 2012 existieren die Unterlagen überhaupt noch. Es ist eine beispiellose Sauerei, dass das LfV diese nun nicht herausrücken will und so zu einer weiteren Verschleierung rechtsterroristischer Straftaten beiträgt. Aus dem NSU hat dort wohl auch keiner gelernt.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.