Klimaschutz statt Kapitalismus

Seit über einem Jahr gehen Millionen Menschen weltweit auf die Straßen und fordern etwas eigentlich ganz einfaches: unsere Lebensgrundlage nicht zu zerstören und den Klimawandel zu stoppen. Und dennoch werden diese Forderungen von vielen Politiker*innen ignoriert, als „Inländerdiskriminierung“ bezeichnet oder zumindest soweit abgeschwächt, dass diese ad absurdum geführt werden.

Regelmäßig melden sich Wissenschaftler*innen zu Wort und fordern drastische Maßnahmen um die schlimmsten Folgen der Erderwärmung aufzuhalten. Erst letzte Woche veröffentlichten 11 000 Forscher*innen aus 153 Ländern eine Erklärung, in welcher sie einen „weltweiten Klimanotstand“ als realistisches Zukunftsszenario beschreiben, sollte sich das Verhalten der Menschheit nicht ändern.
Des Weiteren sterben bereits jetzt in den G20 Staaten alleine jährlich ca. 16 000 Menschen an den Folgen extremer Wetterereignisse, und dennoch werden alle G20 Staaten ihre Ziele, welche für die Beschränkung der Erderwärmung 1,5 Grad vorsehen, verfehlen.
Gerade Deutschlands Politik ist auf dem Weg seine selbst gesetzten Ziele (welche geringer sind, als jene des Pariser Klimaabkommens) weit zu verfehlen.

Wir fordern deshalb einen schnellen und konsequenten Kohleausstieg bis 2025! Jeder Mensch in der industrialisierten Gesellschaft benötigt Strom. Damit Strom nicht zum Gegenstand von Spekulation und Profitmaximierung wird, fordern wir die Rückführung des Energiesektors und des Versorgungsnetzes in die öffentliche Hand. Strom muss sauber sein und darf weder Umwelt noch Menschen schaden. Auch, wenn der Kohleausstieg bereits beschlossen ist, fordern wir eine konsequente und soziale Umsetzung, die nicht auf den Shultern der Verbraucher_innen lastet. Für die Renaturierungskosten ehemaliger Kohlegebiete wollen wir die Verursacher_innen zur Kasse bitten. Da die Energiewende uns alle betrifft, fordern wir die EEG-Umlage endlich auch auf Konzerne anzuwenden, welche als große Stromverbraucher_innen bisher nicht belastet werden.

Weitere Forderungen unsererseits sind:
§ Stärkere Vermeidung und Verwertung von Abfällen
§ Verschärfung der Richtlinien für Plastikverpackungen
§ Förderung von ökologischen Alternativen zu Plastik
§ Abschaffung von Gebühren für Entsorgung von getrenntem Abfall
§ Rückführung des Energiesektors in öffentliche Hand
§ Abschaffung des Emissionshandels
§ Beteiligung der lokalen Bevölkerung an Planung, Umsetzung und Gewinnen aus erneuerbaren Energien
§ Keine Kosten für die Gesellschaft durch Braunkohle- und Atomausstieg
§ Ökologische Standards für alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse
§ Keine Förderung von Energiepflanzen für Biokraftstoffe
§ Möglichkeit von Naturschutzgebieten auf Zeitzt

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