Pressemitteilung: Das Versagen muss Konsequenzen haben

Gestern Abend demonstrierten tausende Verschwörungsideolog_innen in Leipzig. Von dieser Demonstration ging Gewalt aus und Corona-Schutzmaßnahmen ignoriert. Auf einer Pressekonferenz verweigert die Regierung Fragen und Antworten.

Paul Podbielski vom Beauftragtenrat der linksjugend[’solid] Sachsen erklärt:
„Gestern wurden Journalist_innen gejagt, die Gesundheit von uns allen aufs Spiel gesetzt und gewaltbereite Rechtsradikale konnten sich frei durch Leipzig bewegen. Ich bin fassungslos. Einmal mehr haben sächsische Regierung und Polizeiführung gezeigt, dass sie die Gesellschaft nicht vor Rechten mit Umsturzfantasien schützen wollen. “

Mäx Adam, ebenfalls Mitglied im Beauftragtenrat des Jugendverbandes, ergänzt: „Das Versagen der Polizei bei der gestrigen Demonstration muss Konsequenzen haben. Der sächsische Innenminister Roland Wöller muss endlich zurücktreten oder aus der Regierung entlassen werden.
Gleichzeitig müssen auch die Verantwortlichen in der Polizeiführung zur Rechenschaft gezogen werden.“

Jennifer Trültzsch Jugendpolitische Sprecherin der linksjugend[’solid] Sachsen dazu: „Obwohl bereits Tage vor der Demonstration das Ausmaß der Mobilisierung aus der rechten Szene bekannt war, war zu wenig Polizei vor Ort. Gleichzeitig nutzte diese kaum Mittel, um der Lage Herr zu werden. Dadurch wurde ermöglicht, dass Rechtsradikale ungehindert Journalist_innen und andere Menschen verletzen konnten. Als wäre das alles nicht genug, waren Wöller und Kretschmer nicht bereit, in der Pressekonferenz am Sonntag auch nur eine einzige Frage zuzulassen. Damit stellen sie sich im konkreten Fall im Umgang mit der Presse in die Tradition von Donald Trump. Man kann nur hoffen, dass darauf auch bei ihnen die Abwahl folgt. “

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