Pressemitteilung: Moria muss evakuiert werden und die sächsische Regierung versagt bei ihrer humanitären Pflicht!

Das Geflüchtetenlager Moria verwandelt sich buchstäblich zur Hölle und Europa schaut zu oder belässt es bei der scheinheiligen Rettung von ein paar Kindern und Jugendlichen. Bundesweit sind 174 Kommunen dazu bereit Menschen aufzunehmen. Sachsen hätte heute mit einem Antrag der Fraktion der LINKEN nachziehen können. Eine Koalition aus CDU, SPD, Grünen und AfD zeigt aber wieder nur eins: Ihnen sind Menschenleben völlig egal!

 

Mäx Adam vom Beauftragtenrat der linksjugend[’solid] Sachsen erklärt:
„Die menschenverachtenden Zustände in Moria sind durch die Brände ins Unermessliche gewachsen. Das Lager ist Sinnbild für die katastrophale Grenzpolitik Europas. Die Menschen litten schon vor dem Inferno an dem überfüllten Lager, an Unterernährung und der ständigen Gefahr eines Corona-Ausbruchs. Diese Menschen stehen nun buchstäblich vor dem Nichts und werden auch noch von den örtlichen Behörden malträtiert. Eine EU, in der geflüchtete Kinder von Gasgranaten der Polizei verletzt werden, hat ihre Gründungsidee vergessen.“

 

Frieda Schiller, ebenfalls Mitglied im Beauftragtenrat des Jugendverbandes, ergänzt:
„Wir müssen schnellstmöglich die 13.000 Menschen aus Moria evakuieren und menschenwürdig in Europa unterbringen. Das allein reicht aber nicht aus. Tausende von Menschen müssen auf den griechischen Inseln Lesbos, Samos und Chios unter ähnlichen Bedingungen wie in Moria leben. Diese Menschen, die vor Hunger, Krieg und Verfolgung flüchteten, haben ein Recht auf Asyl in Europa. Auch sie müssen gerettet und aufgenommen werden.“

 

Paul Podbielski vom Beauftragtenrat der linksjugend[’solid] Sachsen dazu:
„500 Geflüchtete aufzunehmen, wie es im Antrag der Fraktion der LINKEN gefordert wurde, wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es ist unmenschlich, dass dieser abgelehnt wurde. Von CDU und AfD haben wir nichts anderes erwartet. Dass SPD und die Grünen dagegen stimmen, obwohl sie öffentlich betonen, den Menschen in Moria helfen zu wollen, ist erbärmlich. Sie haben damit wieder einmal ihre eigenen Ideale verraten.“

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