Die linksjugend [’solid] Sachsen lehnt die Rentenpläne der CDU und der Jungen Union entschieden ab.

Insbesondere kritisieren wir Vorstöße, die Rente durch Einsparungen und Beitragserhöhungen für Kinderlose „generationengerecht“ gestalten wollen sowie Vorschläge zur Kostenreduktion um > 50 Mrd. €, die sozial unausgewogen und nicht nachhaltig sind.

Wir fordern, dass in Deutschland endlich alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, analog zu Österreich und im Sinn einer solidarischen Erwerbstätigenversicherung. Das bedeutet, auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete zahlen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Dies stärkt die Finanzierung, schafft mehr Gerechtigkeit und beseitigt die Zwei-Klassen-Versorgung in der Altersvorsorge.

Eklatanter Missstand bleibt, dass die Unterdrückung der Frau auch beim Thema Rente kein Halten kennt. Der Gender-Pension-Gap ist größer als der Gender-Pay-Gap, Frauen sind überdurchschnittlich stark von Altersarmut betroffen.

Wir unterstützen die Positionen der Partei Die Linke, wonach Arbeitgeber einen größeren Anteil der Rentenbeiträge übernehmen sollen und die systematische Überprüfung des Rentensystems hin zu einer gemeinsamen, solidarischen Erwerbstätigenversicherung. Außerdem die Forderung nach der Erhöhung der Ausgleichszahlung für Erziehungszeiten und häusliche Pflege sowie eine solidarische Mindestrente von mindestens 1400 €.

Wir wollen keine Spaltung zwischen Jung und Alt, sondern eine solidarische Lösung, die Armut im Alter verhindert. Dafür setzen wir uns zusätzlich für Maßnahmen wie eine Vermögenssteuer und progressive Besteuerung hoher Einkommen ein, um die Finanzierung sozialer Sicherungssysteme zu stärken. Unsichere neoliberale Rentenfinanzierungsideen, wie eine Aktienrente, lehnen wir ab.