Linksjugend Sachsen und Zada Salihović (MdB) fordern ein sofortiges Ende der Abschiebehaft für Hamza A.
Der kurdische Aktivist befindet sich seit dem 17. Juni 2025 in Abschiebehaft in Dresden.
Pit Klaves, Landessprecher der Linksjugend Sachsen sagt dazu: „Das Hamza seit 54 Tagen im Hungerstreik ist, 22 Kilo verloren hat und das Innenministerium trotzdem fünf Abschiebeversuche unternommen hat, ist ein Angriff auf die Menschenwürde und ein Skandal. Drei dieser Abschiebeversuche fanden an nur einem Tag statt. Hamza A.`s Zustand ist aktuell lebensgefährlich und kann bei Fortsetzung des Hungerstreikes tödlich enden. Aber auch bei erzwungener Nahrungsaufnahme kann das tödliche Refeeding-Syndrom einsetzen. Wir fordern daher gemeinsam den Innenminister des Freistaates Sachsen, Armin Schuster, auf, endlich zu handeln und die tödliche Abschiebehaft des kurdischen Menschenrechts-Aktivisten zu stoppen. Des Weiteren sprechen wir uns klar für ein Ende der menschenunwürdigen Haftbedingungen in den sächsischen Abschiebegefängnissen aus. Die Inhaftierten suchen in Deutschland nach einer Perspektive, der Freistaat verwehrt sie ihnen. Die Menschenwürde gilt universell, auch in sächsischen Abschiebegefängnissen.“
Zada Salihović, Mitglied des deutschen Bundestages ergänzt: „Die Berichte aus der Dresdner Abschiebehaft zeigen deutlich: Rechtswidrige Praktiken sind dort längst keine Ausnahme mehr. Isolation, permanenter Sichtkontakt, körperliche Übergriffe, laut dem Sächsischen Flüchtlingsrat nehmen solche Zustände zu. Betroffen sind Menschen, die keine Straftat begangen haben, sondern allein aufgrund ihrer Herkunft und Flucht kriminalisiert und entmenschlicht werden. Der sächsische Innenminister setzt damit eine Linie um, wie sie seit Jahren von der extremen Rechten gefordert wird. Ich unterstütze den Protest von Hamza A., der nicht nur für sich kämpft, sondern für alle, die in sächsischer Abschiebehaft entrechtet werden. Sie alle verdienen ein Leben in Würde, frei von Angst, Gewalt und Zwang.“